Windenergie in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt zählt zu den Pionieren der Windenergie in Deutschland – und treibt den Ausbau konsequent weiter voran. Mit überdurchschnittlicher Windhöffigkeit, hoher Flächenverfügbarkeit und einer starken Repowering-Dynamik bietet das Land attraktive Voraussetzungen für neue Windkraftprojekte.

Letzte Aktualisierung: Juni 2026

Blick über Magdeburg an der Elbe in Sachsen-Anhalt.

Sachsen-Anhalt: Windenergie mit langer Tradition und starker Dynamik

In der Altmark standen bereits in den 1990er-Jahren einige der ersten Windparks Ostdeutschlands. Heute ist Sachsen-Anhalt eines der führenden Windenergie-Bundesländer – mit überdurchschnittlicher Windstromproduktion, einer hohen Dichte an Bestandsanlagen und einer Landesregierung, die den weiteren Ausbau konsequent vorantreibt.

Für Projektentwickler bietet Sachsen-Anhalt ein besonders günstiges Umfeld: keine pauschalen Mindestabstände, planungsfreundliche Raumordnung und eine ländlich geprägte Flächenstruktur, in der Eigentümerinnen und Eigentümer aktiv nach neuen Nutzungsperspektiven suchen. Insbesondere das Repowering bestehender Anlagen eröffnet wirtschaftlich attraktive Möglichkeiten – mit kurzen Planungspfaden und hoher Realisierungswahrscheinlichkeit.

Windkraftanlagen in Sachsen-Anhalt: Zahlen und Fakten

2.760

Windenergieanlagen Stand Januar 2026

2.760 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 5.787,6 MW waren in Sachsen-Anhalt in Betrieb (Stand: Januar 2026). Damit gehört das Land zu den Top-5-Windländern Deutschlands.

Der Anteil der Windkraft und erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch liegt weit über dem Bundesdurchschnitt – Sachsen-Anhalt produziert mehr Strom als es selbst verbraucht und ist eines der Stromexportländer Deutschlands.

Rund 5,8 GW

Installierte Gesamtleistung

2025 wurden laut Marktstammdatenregister 59 neue Anlagen mit 330,8 MW zugebaut – bei gleichzeitiger Stilllegung von 41 Altanlagen mit 61,6 MW. Netto wuchs die installierte Leistung um rund 269 MW, ein Plus von 4,9 Prozent gegenüber dem jüngsten Rekordjahr 2024 und der höchste Zubau des letzten Jahrzehnts.

Die durchschnittliche Genehmigungsdauer betrug hierbei ebenso wie im Jahr zuvor 23 Monate.

Sachsen-Anhalt verzeichnete 2025 bundesweit die höchste Repowering-Quote von 83 Prozent – fast ein Fünftel der Repowering-Leistung Deutschlands stammt somit aus Sachsen-Anhalt.

293

Windenergieanlagen in Planung

Regional stach 2025 der Landkreis Wittenberg heraus: Die installierte Leistung stieg dort um rund 61 Prozent – der stärkste Zuwachs in ganz Sachsen-Anhalt. Daneben bleiben die Altmark (Landkreise Stendal und Salzwedel), der Bördekreis sowie Anhalt-Bitterfeld traditionell starke Windregionen.

Und auch die Projektpipeline bleibt stark: Aktuell befinden sich 293 Windenergieanlagen in der Planungs- oder Genehmigungsphase. Das unterstreicht die anhaltende Dynamik und bietet Projektentwicklern, die frühzeitig aktiv werden, strukturelle Vorteile bei der Flächensicherung.

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Windenergie in Sachsen-Anhalt: Der Rahmen stimmt

Die Landesregierung Sachsen-Anhalt setzt auf einen klaren energiepolitischen Kurs und hat mehrere Instrumente etabliert, die Projektentwicklern günstige Bedingungen bieten. Anders als viele andere Bundesländer verzichtet Sachsen-Anhalt auf pauschale Mindestabstände zwischen Windenergieanlagen und Wohngebäuden. Die Planungshoheit liegt bei den Regionalen Planungsgemeinschaften – das kann die Ausweisung neuer Vorranggebiete erleichtern.

Das Windenergieflächenbedarfsgesetz verpflichtet Sachsen-Anhalt, mindestens 2,2 Prozent der Landesfläche für Windenergie auszuweisen. Die Raumordnung des Landes wurde bereits angepasst, neue Vorranggebiete sind in Planung. Ziel ist es, die Flächenziele bis 2032 vollständig zu erfüllen, was eine erhebliche Steigerung gegenüber dem bisherigen Ausbaupfad darstellt.

Für die kommunale Beteiligung gilt in Sachsen-Anhalt das Gesetz zur Akzeptanzsteigerung und Beteiligung beim Ausbau der erneuerbaren Energien: Es sieht für Windenergieanlagen eine Beteiligung von 0,3 Cent pro erzeugter kWh, mindestens jedoch 5.500 Euro je Megawatt Nennleistung vor. Diese kalkulierbaren Abgaben lassen sich frühzeitig in die Projektkalkulation integrieren und stärken die lokale Akzeptanz, da sie der jeweiligen Kommune zugutekommen.

Sachsen-Anhalt verfügt über ein erhebliches Repowering-Potenzial: Viele der bestehenden Windenergieanlagen – insbesondere in der Altmark und der Region Magdeburg – sind technisch veraltet und können durch moderne, leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden. Das Repowering, in Sachsen-Anhalts Landesentwicklungsgesetz und in der Landesbauverordnung privilegiert, erlaubt eine deutliche Steigerung der Energieausbeute pro Standort ohne zusätzliche Flächeninanspruchnahme – ein erheblicher Planungsvorteil.

Darüber hinaus erschließt das Land bisher ungenutzte Potenziale: Vielversprechend ist insbesondere die geplante Nutzung von Waldflächen auf sogenannten Kalamitätsflächen – also Bereichen, die durch Schädlingsbefall oder Sturm vorgeschädigt sind und für die die Landesregierung eine Öffnung für Windenergie anstrebt. Auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen bestehen etablierte Pooling-Modelle, die Flächeneigentümerinnen und -eigentümer gemeinschaftlich in die Flächensicherung einbeziehen.

Die gesellschaftliche Akzeptanz für Windenergie liegt in Sachsen-Anhalt – wie in den meisten ostdeutschen Bundesländern – bei rund 70 Prozent. Das Akzeptanz- und Beteiligungsgesetz setzt dabei auf frühe Einbindung der Kommunen als strukturellen Rahmen. Für Projektentwickler entsteht so ein Umfeld, das kooperative Ansätze in der Projektentwicklung begünstigt.

Windenergieanlage über landwirtschaftlichen Flächen in Sachsen-Anhalt.
Windenergieanlage in waldreicher Landschaft in Sachsen-Anhalt.

Windenergieprojekte in Sachsen-Anhalt: Ihr Weg zur Realisierung

Sachsen-Anhalt verbindet eine lange Windenergietradition mit einer starken Zukunftsperspektive. Die Kombination aus günstigen Standortbedingungen, planungsfreundlicher Raumordnung und einer aktiven Projektpipeline macht das Land zu einem hochinteressanten Markt für Projektentwickler in Deutschland.

Wer frühzeitig aktiv wird – ob im Neubau oder im Repowering – profitiert von strukturellen Vorteilen bei der Flächensicherung und einer hohen Umsetzungswahrscheinlichkeit. Caeli Wind unterstützt Projektentwickler hierbei mit geprüften Flächen, datenbasierten Standortinformationen und einem effizienten digitalen Marktplatz.

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